Glück

Aktualisiert: 18. Jan 2019

Aus dem Buch: "Geborgen im Leben" von Elisabeth Kübler-Ross und David Kessler

"Wir meinen, dass wir glücklich sein werden, wenn wir Probleme loswerden oder die unbequemen Zeiten des Lebens hinter uns bringen. Wir möchten im Gleichgewicht leben, doch was wir für Gleichgewicht halten, das ist es oft gar nicht. Es ist sogar ganz aus dem Gleichgewicht. Es gibt kein Gutes ohne ein Böses, kein Licht ohne Dunkel, keinen Tag ohne Nacht, keine Morgen- ohne Abenddämmerung, keine Vollkommenheit ohne Unvollkommenheit. Und wir leben inmitten dieser Gegensätze, dieser Widersprüche und Paradoxe. Wir sind ein Bündel von Widersprüchen. Immer versuchen wir, mehr zu sein und uns trotzdem anzunehmen und zu lieben, wie wir sind. Wir bemühen uns, die Wirklichkeit menschlicher Erfahrung anzunehmen und gleichtzeitig wissen wir, dass wir spirituelle Wesen sind. Wir leiden, aber wir können uns über unser Leid erheben. Wir trauern um einen Verlust und doch empfinden wir, dass die Liebe ewig währt. Wir betrachten das Leben als eine Gegebenheit und wissen doch, dass es nicht von Dauer ist. Wir leben in einer Welt, die voll ist von Weniger und Mehr, von wechselnder Knappheit und Fülle, von Gross und Klein. Wenn wir diese Gegensätze anzuerkennen vermögen, werden wir glücklich sein. Unser Anteil an diesem Universum ist stets im Gleichgewicht, auch wenn es uns nicht so erscheint. Mit diesem Gleichgewicht umzugehen heisst auch zu verstehen, dass das Leben sich nicht um unsere grossen Augenblicke dreht: die Beförderung, die Hochzeit, den Eintritt in den Ruhestand, den Kuraufenthalt. Das Leben findet ja auch zwischen diesen Höhepunkten statt. Viel von dem, was wir lernen müssen, steckt in den kleinen Augenblicken des Lebens." Elisabeth Kübler-Ross



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